Kognitives Training für Menschen mit Demenz


Das Kognitive Training nach Dr. Stengl wird auch bei betroffenen Menschen mit bereits bestehenden Problemen in den Lern- und Gedächtnisfunktionen eingesetzt bzw. bei Menschen mit diagnostizierter Demenz und dementiellen Erkrankungen. 

Die Demenz ist definitionsgemäß ein progredienter (fortschreitender), chronischer Prozess, welcher nach heutigen Möglichkeiten nicht reversibel (rückgängig) ist. Je nach Status der Demenz ist daher ein sehr individuelles Vorgehen nötig. Im Vordergrund der Therapie steht immer ein Erhalt des Status Quo mit größtmöglicher Selbstständigkeit und Teilhabe in allen als Wichtig empfundenen Bereichen. Das kognitive Training nach Dr. Stengl bietet hier die Möglichkeit die einzelnen Denk- und Gedächtnisfunktionen, sowie Sprache und Konzentration, innerhalb eines ganzheitlichen Ansatzes zu trainieren.

Weiterhin wird in der Demenzbehandlung alltagsnah und handlungsorientiert gearbeitet. Bei der Therapie der Demenz erfolgt mindestens ein Hausbesuch bei dem die Patienten und deren Angehörigen eine Einschätzung geben, welche Lebensbereiche derzeit noch als besonders wichtig und aktiv gesehen werden.


Dabei wird eindringlich empfohlen, die Behandlung einer Demenz immer als mulimodales (mehrere Ebenen betreffend) Behandlungskonzept angelegt.

Dazu gehören:

  • hausärztlich - internistische Basistherapie
  • ABCDEM - Therapie:
    • A = Arzneimittel
    • B = Bewegung
    • C = Cerebrales Training (=kognitives Training, Gedächtnistraining)
    • D = Diät
    • E = Ernährung
    • M = Milieutherapie (Angehörigenberatung, umfeldunterstützende Maßnahmen)

 

(nach Dr. med. Ladner-Merz, Akademie für kognitives Training, 2011)
 

 

Die Behandlung einer diagnostizierten Demenz, bzw. dementieller Erkrankungen und diagnostizierte Lern- und Gedächtnisstörungen werden dabei als ergotherapeutische Heilmittelbehandlung von den Krankenkassen bezahlt. (Siehe Navigationsleiste links => Ergotherapie => Heilmittelrichtlinien => § 38 Hirnleistungstraining).

Voraussetzung für die Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist eine Diagnosestellung beim Arzt und ein Heilmittelrezept das der Arzt auf Anfrage hin verordnet.